Der Bahnhof

Neben dem Postamt zeigt diese Karte auch den Bahnhof. Er wurde 1904 mit der Fertigstellung der Bahnstrecke Hetzbach - Beerfelden erbaut. Man nannte diese Strecke auch Schellekattel im Volksmund.  Laut Wikipedia: Der Name „Schellekattel“ stammt von der betrieblichen Besonderheit, dass auf der kurzen, über zwei Kehrschleifen verlaufenden Strecke zahlreiche Bahnübergänge gequert wurden, sodass die Lok auf fast der gesamten Strecke die Signalglocke läuten lassen musste. Eine Glocke nennt man im Odenwald „Schelle“, eine „Kattel“ ist eine alte Dame.

Schon 50 Jahre Später war Schluss, 1954 fuhr die letzte Bahn auf einer Strecke, die sich nie rentiert hat.

Man sieht eine Lok einfahren. Da die Karte aus dem Jahr 1920 stammt, müsste es sich dabei um eine Lok vom Typ Henschel halten.

 

Neben zahlreichen anderen Motiven sieht man auch hier, rechts unten, den Bahnhof und eine einfahrende Lok.

Seit 1863 wollten die Beerfeldener die Bahn. Sie haben also 40 Jahre darum gekämpft. Das wurde kräftig gefeiert! Dazu schreibt das Echo:

"Die Jungfernfahrt folgte am 30. April 1904, im Gasthaus „Traube“ in Beerfelden wurde feste gefeiert unter dem Motto „Hoffen, Sehnen, Ringen führten zum Gelingen“."

Hier sieht man eine Dampflok 347 aus den 1950er Jahren. Dieser Zug kam gerade von Beerfelden und fährt in den Bahnhof Hetzbach ein.