Gasthaus zum Ochsen

Diese Ansichtskarte zeigt das Gasthaus zum Ochsen ca. im Jahr 1905. Eröffnet wurde es 1985 von Ludwig Grab.

Dem Gasthaus zugehörig war eine eigene Brauerei mit Biergroßhandlung, eine von vielen in Beerfelden.

Laut dem Buch "Beerfelden im Wandel der Zeit" befand sich in den Anbauten rechts die Abfülleinrichtung und das Lagerhaus. Der Brauereipferdewagen ist entsprechend mit Fässern vollgeladen. 1986 wurde dem Buch zufolge der Saal im 1- Stock überbaut, und er diente für Festlichkeiten, Vereinsfeiern, Kinovorführungen  und Versammlungen.

Dies ist die älteste uns belannte Darstellung des Ochsen, auf einer Lithographie aus dem Jahr 1898, also nur 3 Jahre nach Eröffnung des Gasthauses.

"Bierverlag" nannte man damals eine Biergroßhandlung. Diese KArte stammt etwa von 1914.

1970 endete die Geschichte des Ochsen.

Eine Anzeige aus der Michelstädter Zeitung von 1939.

Am 4. 12. 1904 berichtet das Erbacher Kreisblatt von einem Unglück: " Wie vorsichtig man beim Hantieren mit Karbid sein soll, zeigt folgender Vorfall: Ein im Biergeschäft von L. Grab beschäftigter junger Mann hatte sich an einem Finger verletzt. Ohne die Wunde viel zu beachten, setzte er auch eine Karbid Patrone in den Acetylen-Apparat ein. Hierbei kam Karbid in die Wunde, die infolgedessen einen bösartigen Charakter annahm und sich derart verschlimmerte, daß letzte Woche ein operativer Eingriff erfolgen mußte. Trotzdem kann das verletzte Glied nicht erhalten bleiben, die Amputation desselben ist nach Ansicht des Arztes nicht zu umgehen."