Kurhaus und Genesungsheim

Schon vor 1900 gab es in Langenbrombach ein Kurhaus und Genesungsheim, wie man auf dieser Karte sehen kann. Man konnte flanieren, nachdem man mit der Kutsche vom Zeller Bahnhof angereist war, die frische Luft geniessen und die Aussicht auf die Momarter Höhe im Hintergrund.

Sommerfrische, so nannte man einen Sommerkurzurlaub, vorwiegend aufs Land. Das Kurhaus in Langenbrombach war sehr beliebt für solche kurzen und längeren Aufenthalte und sah Besucher auch aus dem Darmstädter Raum.

Wer war R. Ruppel? Gehörte ihm das Kurhaus, war er der Pächter? Diese Karte weisst auch auf die nächstgelegene Bahnstation hin, nämlich Zell. So konnten mehr Touristen aus dem Darmstädter Raum hierher kommen.

 

Die Beliebtheit dieses Ausflugsziels sieht man schon anhand der für einen so kleinen Ort ungewöhnlich hohen Anzahl von Lithografie-Postkarten wie diesen hier. Alle 4 Lithografien sind zw 1897 und 1903 versendet worden.

Zwischen 1910 und 1920 hat die Ortskrankenkasse Mainz das Gebäude übernommen und begann, die Anlage auszubauen. Diese Postkarte stammt von 1910.

Ein Blick von oben auf die Gebäude in den 1910er Jahren.

In den 20er Jahren sieht man deutliche Veränderungen. Hier war der Höherpunkt der Kurzeit im Programm der Mainzer Krankenkasse. Das linke Gebäude wurde umgebaut, das Dach verwändert so dass es deutlich feudaler aussieht. Das untere Stockwerk enthielt den Speisesaal. Das rechte Gebäude erhielt Anbauten, der mittlere Anbau enthält eine Liegehalle.

Hier sieht man die beiden Bäche die in die Mümling fliessen: Der im Brombachtal und der Dorfbach in Zell.

Aus den frühen 30er Jahren stammt diese Karte. Sie zeigt ein Schlafzimmer des Genesungsheims sowie die neue Liegehalle in der man entspannen und den Blick ins Mümlingtal geniessen konnte.

Ein Blick aus Richtung Zell.

Auch hier sind wir noch in den späten zwanziger Jahren.

Diese Karte von 1929 zeigt den neusten großen Anbau am oberen Ende der Anlage.

Auch hier kann man im Hintergrund den neusten größten Anbau erkennen.

Der neue Anbau, wie man unten rechts erkennt, liegt direkt an der Straße. Unten links sieht man den großen Speisesaal.