Die evangelische Kirche

Die evangelische Stadtkirche in Erbach liegt wunderschön direkt an der Mümling, auf der anderen Flussseite von der Hauptstraße.

 

Hier der Blick auf die Kirche von der Mümlingbrücke am Marktplatz aus. Wikipedia sagt: "Die Stadtkirche Erbach ist die evangelische Kirche in Erbach im Odenwald. Sie ist eine der sehr seltenen Querkirchen im südhessischen Raum und entstand als Neubau in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Nach Dehio ist die Kirche der bedeutendste evangelische Kirchenbau in Südhessen"

Auf dieser Karte von 1912 sieht man reges Treiben auf der Hauptstaße. Wie so oft posieren Menschen für die damals immer noch seltenen Fotografen. Ein Pferdekarren wartet darauf, abgeholt zu werden und die Alleebäume an der Mümling scheinen frisch angepflanzt.

Das gleiche Bild aus der gleichen Zeit, eingebettet in eine schön verzierte Ansichtskarte.

Auf diesem Bild sind die Bäume schon etwas größer, die Karte lief im Jahr 1913

Seit mindestens 1370 schon steht an dieser Stelle an der Mümling eine Kapelle die zur ehemaligen Burg gehört. Diese wurde lange erhalten und immer wieder saniert, wurde aber im 18. Jahrhundert zu baufällig, weshalb sich Graf Georg Wilhelm zu Erbach-Erbach 1747 entschloss, die heutige Kirche zu bauen. Am 8. August 1747 wurde der Grundstein gelegt.

Eine der seltenen alten Innenansichten Der Stadtkirche aus dem Jahr 1938. Hierzu zitieren wir Wikipedia: Die Ausrichtung des Grundstückes ließ eine, an sich liturgisch bedingte, Ausrichtung des Langhauses nach Osten insoweit nicht zu, als die Länge des Grundstücks sich von Nord nach Süd erstreckt. Daher – und auch aus theologischen Gründen – wurde der Raum quer zur West-Ost-Achse angelegt, als "Idealform" protestantischen Kirchenbaus. Der Bau ist eine einschiffige Saalkirche. Dem Gestaltungstyp einer protestantischen Predigerkirche entsprechend ist er sehr schlicht gehalten, das Bemerkenswerteste sind die, auf 12 mit Stuckmarmor verkleideten Säulen nach toskanischer Ordnung ruhenden, zweistöckigen Emporen auf den drei Seiten Nord, West und Süd. Die Westseite enthält die ebenfalls doppelstöckige Herrschaftsloge, zur Schauseite hin verglast. Der untere, als „Grafenstuhl“ bezeichnete Stock, in dem die gräfliche Familie dem Gottesdienst beiwohnte, ist etwas tiefer als die übrigen ersten Emporen, auf Augenhöhe mit der gegenüberliegenden Kanzel. Der obere Stock der Herrschaftsloge war als „Beamtenstuhl“ den höheren gräflichen Bediensteten vorbehalten. In den alten Zeiten der Nutzung waren die Kirchenbänke des Erdgeschosses den Frauen vorbehalten, die Männer hatten sich auf die Emporen zu begeben. Gedeckt wird der Raum von einer schlichten Hohlkehlendecke. Seine Maße sind 12,3 Meter in der Ost-West-Breite und 30 Meter in den Nord-Süd-Länge. Die Kirche hat Platz für etwa 1.400 Personen.

Ein Blick die Haupstrasse auf die Kirche, davor die Handlung von Georg Glenz. Andere Ansichten aus der Hauptstrasse gibt es hier.

Dieses und die nächsten beiden Bilder stammen alle aus der Zeit um 1910-1920. Sie zeigen, das die Stadtkirche auf den Lithografien der Vereineschon immer eni beliebtes Motiv war. Hier der Radsportverein (mehr dazu hier), zum Anlass seiner Bannerweihe

Hier der Turnverein, aus Anlass seines Gaufestes.

Und natürlich der Wiesenmarkt, oder Eulbacher Markt,w ie er damals noch hieß. Mehr dazu hier.

Auch das Braunhaus Wörner zierte so manche Karte mit der Kirche. Mehr zum Brauhaus hier.

Zu guter Letzt eine alte Lithografie, als Beispiel, denn die Stadtkirche zierte so ziemlich jede Lithografie dieser Art. Diese hier stammt von 1901.

Sie zeigt auch den Grünen Baum, zu dem wir ebenso eine eigene Seite haben.